In den frühen 90ern fiel mir die Platte
License to Ill in die Hände - als CD, da ich nie cool genug für Vinyl war *gesteh*. Von vorn betrachtet recht unspektakulär drehte ich die CD um und musste laut lachen: Yeah, fuck the
p.c.!
Damals war mein musikalisches Universum noch überschaubar: Neben schrillem Punkrock - von den alten Songs der Ärzte kann ich heut noch fast jeden Text auswendig - gab es eine Zeit, in der ich
Falco mochte, ein paar alte Werke von Prince (1999 war und ist noch immer ein gutes Pop-Album!), eine frühe Erinnerung an
Sades "Diamond Live". Der Rest war Bravo- und Hitparaden-Murks, und zu dieser Zeit war das gleichbedeutend mit Dancefloor.
Kaum hatte ich die CD eingelegt war mir klar: DAS ist es. Was ein Krach, was eine Energie!
No sleep till Brooklyn! rockt noch nach über 20 Jahren, und
Fight for your right to paaaaarty als Teenager? Klar doch, jedes Wochenende! Mein Lieblingsstück aber ist der schrille Song Girls, wie geschaffen für den notorisch erfolglosen Körbesammler Tigger:
Her pants were tight and that's ok
We took a walk down to the bay
I hope she'll say: "Hey
Me and you should hit the hay!"
I asked her out - she said: "No way!"
Seitdem haben die Jungs aus Brooklyn einen Fixplatz in meiner persönlichen Alltime-Favorites-Liste. Ende der 90ern, zu ihrer
Hello Nasty-Tour (auch diese Scheibe kann man heut noch von vorn bis hinten durchhören, ohne auch nur einen einzigen Titel überspringen zu müssen!), sah ich sie einmal live in Berlin. Unnötig zu erwähnen, dass ich schwer begeistert war und mich auch jetzt, 10 Jahre später, noch gut dran erinnern kann.